Die Geschichte

Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten!* Deshalb lohnt sich ein Blick zurück auf die Geschichte des Winzerkellers.

*Helmuth Kohl, Bundestagsrede vom 1. Juni 1995 zur Geschichte der Vertreibung, Plenarprotokoll 13/41 vom 01.06.1995, Seite 03183

1902

Der Bau einer eigenen Kellerei, um effektiver und qualitativ hochwertiger arbeiten zu können, wurde 1902 von der Winzergenossenschaft Nieder-Ingelheim beschlossen. Die Grundsteinlegung des Ingelheimer Winzerkellers erfolgte zwei Jahre später im Mai. Bis zum November des gleichen Jahres standen bereits die beiden Kellergewölbe sowie die Kelterhalle.

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1905

Nach der Fertigstellung 1905 zeigten sich jedoch immer wieder Schäden am Bau, die für erhebliche Mehrkosten sorgten und in den Jahren darauf zunächst beseitigt werden mussten.

1932

Über 20 Jahre später, nämlich 1932 eröffnete die Winzergenossenschaft eine Straußwirtschaft in den Gebäuden des Winzerkellers.

1950

Rund 20 Jahre darauf erfolgte der erste Anbau, kurz darauf wurde auch das Bürogebäude an der Frontseite errichtet.

1990

Das erste Mal umgebaut wurde das Gebäude in der Binger Straße in den neunziger Jahren nach kurzem Leerstand.

2009

Der Stadtrat beschloss 2009 schließlich den Winzerkeller zu kaufen, um einen Teil als Vinothek für die Ingelheimer Winzer zu nutzen.

2016

Die Sanierung des Winzerkellers ist im vollen Gange. Die Arbeiten verlaufen planmäßig und die Wiedereröffnung ist für Frühjahr 2019 terminiert. Federführend tätig ist hier das Essener Architekturbüro Heinrich Böll, das auch schon so namhafte Projekte wie die Sanierung des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein realisiert hat.

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2019

Als historisches Gebäude mit direktem Bezug zum Weinbau gehört der Winzerkeller zum Kulturgut und verkörpert authentisch ein Stück Geschichte in der Rotweinstadt Ingelheim.

Neben der Tourist-Information, einem Gastronomiebetrieb und der Ingelheimer Vinothek gibt es auch attraktive Veranstaltungsflächen. Als Highlights stehen der Innengarten in der ehemaligen Kelterhalle sowie die beiden Gewölbekeller mit einem außergewöhnlichen Ambiente für unterschiedlichste Events zur Verfügung.

Durch die aufwändige Sanierung wird er zu einem echten Leuchtturm für Ingelheim, zu einem Ort der Begegnung, mit vielen Plätzen, die zum Verweilen einladen. Und auch zu einem Stück Ingelheimer Geschichte, das aus dem Dornröschenschlaf wieder zum Leben erweckt wird.

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